Wattenmeer

Nationalpark und Weltnaturerbe

Föhr Was gibt es Schöneres, als in der warmen Sonne über das Watt bis zum tiefen Priel zu schlendern. Es ist durchaus nicht so, wie allgemein dargestellt, dass der Wattenboden aus tiefen Schlamm besteht. Häufig finden Sie hier einen schönen festen Sandboden vor, der bei Ebbe durch die Sonne erwärmt, sehr angenehm zum Wandern geeignet ist. Was heißt Wandern! Es gibt ständig etwas zu entdecken, so dass man immer wieder stehen bleibt um einen der vielen unterschiedlichen "Bewohner" des Wattenmeeres zu beobachten. In den Wasserlachen, in denen das Wasser bei Ebbe stehen bleibt, wimmelt es von Krebsen, kleinen Fischen und anderen Tieren. Man muss allerdings schon etwas genauer hinsehen. Wie überall in der Tierwelt heißt es fressen oder gefressen werden, und deswegen tarnt sich die Tierwelt im Wattenmeer so gut es irgendwie geht.
Wattwurm bei Föhr Wattenmeer Föhr
Als erstes fallen dem "Wattenbummler" die vielen Hinterlassenschaften der Wattwürmer auf. Doch keine Angst, es handelt sich hier im Wesentlichen um Sand. Der Wattwurm lebt in einem röhrenförmigen Gang im Boden. Auf der einen Seite frisst er einfach den Wattboden in sich hinein, und was er nicht verdauen kann, scheidet er auf der anderen Seite des Ganges wieder aus. So gesehen sind die geringelten Haufen sogar sauberer als der normale Wattenboden.
Föhr Seegraswiesen im Wattenmmer Föhr
Die Priele durchziehen das Wattenmeer wie ein System aus Flussarmen. Hier strömt das Wasser bei ablaufendem Wasser aus dem Wattenmeer heraus und bei Flut wieder herein. Die Priele fallen auch bei niedrigster Ebbe nicht trocken, und so verwundert es nicht, dass sich hier ein anderes Leben entwickelt hat als auf dem Wattenboden der zweimal am Tag trocken fällt. In den Prielen leben Seesterne, Fische aller Arten, Muscheln und Seegras. Den Seegraswiesen kommen eine ganz besondere Rolle zu. Sie dienen vielen Lebewesen als Versteck und Schutz und insbesondere als Kinderstube für einige Fischarten.
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